Wohnquartiert Gerasdorf
Aus der Idee heraus, ein ehemaliges landwirtschaftliches Areal neu zu denken, entstand das Konzept für ein Wohnquartier, das die Qualitäten des Ortsgefüges aufnimmt und zugleich zeitgemäß interpretiert. Die Bebauung gliedert sich in zwei Kopfgebäude und eine Reihe von Häusern, deren Maßstab bewusst klein gehalten ist. Fugen, Vor- und Rücksprünge schaffen Rhythmus, Durchlässigkeit und Maßstäblichkeit – so fügt sich das Ensemble selbstverständlich in die gewachsene Struktur Gerasdorfs ein.
Die mehrgeschossigen Wohnbauten mit ihren drei oberirdischen Ebenen sind in Holzbauweise errichtet – ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Atmosphäre. Jede Wohnung öffnet sich nach außen, mit Balkon, Loggia oder Terrasse, und erhält so einen privaten Feiraum. Barrierefreiheit und kurze Wege gehören selbstverständlich zum Entwurf: von der Eingangshalle führt der Weg zu den gemeinschaftlichen Räumen, zum begrünten Innenhof, der nicht nur Spielplatz, sondern auch Ort der Begegnung ist.
Die Reihenhäuser entwickeln sich aus der Topografie: sie liegen über einem halbgeschossig eingesenkten Parkdeck und werden von einem Erschließungsweg und großzügigen Privatgärten begleitet. Unterschiedliche Dachformen, Typologien und Fassadenvarianten lassen ein lebendiges Bild entstehen – Individualität im seriellen Kontext. Auch hier setzt die Holzbauweise den Ton: warm, wohnlich und in Resonanz mit der Natur.
Architektur ist hier mehr als bloße Hülle – sie strukturiert das Zusammenleben. Private Rückzugsorte und gemeinschaftliche Zonen, geschützte Gärten und offene Plätze verweben sich zu einem vielschichtigen Ganzen. Das Wohnquartier Gerasdorf wird so zu einem Ort, an dem Architektur Identität stiftet, Nachbarschaft ermöglicht und Natur, Material und Raum in Balance bringt.